Barren aus Chiang Saen, eine Art Notgeld?

Verpflichtende Zitierweise. Obligatory citation. Citation obligatoire. Citazione obbligatoria. Citacion obligatoria. Citação obrigatoria. Verplichte aanhaling. obowiazkowy cytat: Menzel-Severing, Hans (2020): Barren aus Chiang Saen, eine Art Notgeld? Primitivgeldsammler 41/2, pp.55-60.

Barren aus Chiang Saen, eine Art Notgeld?

Hans Menzel-Severing

PGS 41,2 (2020) Tafel 27 Abb. 1: Gegossene Saen Silberbarren verschiedener Gewichtsstufen.

PGS 41,2 (2020) Tafel 27 Abb. 1: Gegossene Saen Silberbarren verschiedener Gewichtsstufen.
von oben nach unten
7,28 g = ½ baht
7,12 g = ½ baht
15,16 g = 1 baht
59,95 g = 4 baht
Die beiden ½ baht Barren kommen aus der Sammlung von Louis Gardener.

Einige Sammler und Händler thailändischer Geldformen erkennen die Barren von Chiang Saen (Tafel XXVII Abb.1), die unten beschrieben werden, nicht als Zahlungsmittel an, sondern betrachten sie als Phantasiegebilde. So führen Ronachai Krsadaolarn und Vasilijs Mihailovs (2012 / 2016) in ihren beiden Büchern keines dieser Stücke auf, und nur bei Michael Mitchiner (1979:354), Weber-Brosamer (1993:63) und Opitz (1991:96 und 2000:295f) sind sie zu finden. Hingegen widmet ihnen Louis Gardner (supplied by Paul Dillingham (1978) einen kurzen Artikel.)
„A few years ago a coin on a new and radically different type began to appear in the silvershops of Chieng Mai. A hoard of these coins had been discovered by the Yang tribes people in Northwest Thailand. The exact site may never be known both for reason of the inaccurancy of the information describing it but also due to the natu ral secrecy with which the tribes people guard their valuable find. The city is called „Ban Yang“ which in Thai means simply „the Yang vil- lage“. It is located somewhere in the rugged mountains of Me Hongsorn [Mae Hong Son, dazu Karte auf Tafel XXVII].The coins themselves are rectangular bars of impure silver.
Their shape is characterised by a slight rise or bump on the reverse side of the coins. Crystallisation indicates that these coins were cast in open molds. A complete set consists of six coins of the following sizes:
4 baht (60 grams); 3 baht (45 grams); 2 baht (30 grams); 1 baht (15 grams); 1/3 baht (5 grams); 1/6 baht 2,5 grams).
The loaf shape of the coins determines an obverse and reverse side. The stamps determine the top of the coin. These coins are stamped with four different marks. There is a circular design of the figure five in Siamese [siehe hier Abb.2 auf Tafel XXVIII].

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 2a: Schriftzeichen für die Zahl fünf.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 2a: Schriftzeichen für die Zahl fünf.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 2b: Schriftzeichen für die Zahl fünf.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 2b: Schriftzeichen für die Zahl fünf.

A sen mark also found commonly on packsaddle money indicates that the coin is associated with the city state of Chieng Sen. „Sen“ means „one hundred thousand“ in Siamese but here it means the city of Chieng Sen. On the coin it is written as [siehe hier Abb.3 auf Tafel XXVIII].

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 3a: Schriftzeichen für Saen.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 3a: Schriftzeichen für Saen.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 3b: Schriftzeichen für Saen.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 3b: Schriftzeichen für Saen.

A wheel of Vishnu is also one of the marks [siehe hier Abb.4 auf Tafel XXVIII].

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 4a: Sonnenrad auch Rad des Vishnu.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 4a: Sonnenrad auch Rad des Vishnu.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 4b: Sonnenrad auch Rad des Vishnu.


PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 4b: Sonnenrad auch Rad des Vishnu.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 4c: Sonnenrad auch Rad des Vishnu.

PGS 41,2 (2020) Tafel 28 Abb. 4c: Sonnenrad auch Rad des Vishnu.

Occasionally the end of the bars will be stamped with three small strokes. Possibly this was to discourage debasers from slicing off the ends of the coins. Many coins are worn, indicating that they were vigourously circulated.
Of course one would like to know why a hoard of Chieng Sen coins was discovered so far from Chieng Sen. Probably we will never have a satisfactory answer to this question. All that can be suggested at present is that Chieng Sen was the chief administrative city during the Burmese occupation of Northern Thailand and one of the best routes into Burma. The age of these coins cannot be determined.
(Ed. [Col Davidson] Note: The above article was supplied by Paul Dillingham who purchased Louis Gardner’s material. Paul advises that he doesn’t know of any complete sets outside the hands of collectors. He still has examples of the smaller sizes on his lists. They could prove scarce as time goes by.)“

Zunächst eine Anmerkung zu Gardners Beitrag: Das Dorf Ban Yang liegt zwar nördlich von Mae Hong Son, jedoch näher an der Stadt Fang. Ban Yang befindet sich am Ufer des kleinen Flusses Nam Kok, der bei Chiang Saen in den Mekong mündet. Also ist es gar nicht so weit von Chiang Saen entfernt. Dazu liegt es in westlicher Richtung zu den burmesischen Shan-Staaten, was bei den folgenden Überlegungen als durchaus wichtig erscheint. Siehe dazu die Karte auf Tafel XXVII.

PGS 41,2 (2020) Tafel 27 Karte der burmesisch / thailändischen Grenzregion mit den Ortschaften Mae Hong Son, Fang und Ban Yang Muang Noi.

PGS 41,2 (2020) Tafel 27 Karte der burmesisch / thailändischen Grenzregion mit den Ortschaften Mae Hong Son, Fang und Ban Yang Muang Noi.

Es handelt sich also im Folgenden um rechteckige Silberbarren, die alle den Stempel Chiang Saen tragen, dazu die Zeichen, die uns von den gebogenen Ka-Kim Stücken (Packsattelgeld) bekannt sind.
Wir können sie in zwei Gruppen einteilen, deren erste aus scharf geschnittenen, gehämmerten Barren besteht (Tafel XXIX Abb.5 / 6),

PGS 41,2 (2020) Tafel 29 Abb. 5: Gehämmerter Saen Silberbarren. 3 baht, 45,9 g. (Aus Mitchiner 1979:354).

PGS 41,2 (2020) Tafel 29 Abb. 5: Gehämmerter Saen Silberbarren. 3 baht, 45,9 g. (Aus Mitchiner 1979:354).

PGS 41,2 (2020) Tafel 29 Abb. 6: Gehämmerter Saen Silberbarren. 4 baht, 62,2 g. (Aus Mitchiner 1979:354).

PGS 41,2 (2020) Tafel 29 Abb. 6: Gehämmerter Saen Silberbarren. 4 baht, 62,2 g. (Aus Mitchiner 1979:354).

wohingegen die Barren der zweiten Gruppe gegossen sind und daher abgerundete Kanten zeigen (Tafel XXVII Abb.1). Auch ist die Qualität des Silbers in der zweiten Gruppe nicht mehr so gut.
Mitchiner (1979:354) datiert die erste Gruppe in die Zeit, in der der laotoische Prinz Sett’at’irat den Thron von Chiang Mai besteigt (1547), und er vermutet, dass die längliche Barrenform eingeführt wurde, um die Währung Lannas (heute das nördliche Thailand) der Erscheinungsform der laotischen Zahlungsmittel, der so genannten Tigerzungen, anzugleichen. Die zweite Gruppe datiert Mitchiner für die Zeit der burmesischen Besatzung Lannas.
Bevor ich zur Einordnung dieser Stücke einige Gedanken anstellen möchte, gebe ich zur Orientierung die wichtigsten Daten im Überblick (nach Wood 1924:103ff.):

1545 – König Müang Kesa (Phaya Ket) (ab 1526) von Chiang Mai wird umgebracht. Da er keinen männlichen Nachfolger hat, beansprucht der König P’ot’isarat von Luang Prabang (Laos) den Thron für seinen zwölfjährigen Sohn Satt’at’irat, dessen Mutter, Phra Nang Nhot-Kham (vgl. Viravong 1967:51), eine Prinzessin aus Chiangmai ist. Mit einem starken Heer setzt er diesen Anspruch durch.

1546
– Als Regentin (Maha Tewi) wird eine Prinzessin von Chiang Mai, Jirabrabha, eingesetzt.

1547 (1546?)
– Sett’at’irat besteigt den Thron von Chiang Mai. König P’ot’isarat von Lan Chang stirbt bei einer Elefantenjagd. Sein Sohn geht nach Luang Prabang, um seine Thronfolge zu sichern. Er kehrt nicht nach Chiang Mai zurück.

1548/1551
– In Bürgerkriegswirren ist Lanna ohne König.
1551 – Für eine kurze Zeit regiert Thao Ma Ku, „the Chiang Mai Queen of Sett’at’irat“. Sie wird abgesetzt. In der Folge wird von den Führern Chiang Mais Mekut’i aus den Shan-Staaten anerkannt. (1564)

1556/1558
– Der burmesische König Bayinnaung erobert Chiang Mai. Chiang Mai wird unter Mekut’i zum Vasallenstaat Bayinnaungs.

1559
– Darauf schließt Sett’at’irat, der noch immer Anspruch auf Chiang Mai erhebt, ein Bündnis mit den Füh rern der Shan-Staaten und zieht mit einem gemeinsamen Heer nach Chiang Saen, wo er sich neun Monate halten kann (vgl. Viravong 1964:57). Bayinnaung besetzt jedoch die Gebiete der mit Sett’at’irat Verbündeten und zwingt sie so zur Aufgabe.

1564 – Ein Sohn Bayinnaungs wird von seinem Vater mit einer Strafexpedition gegen Chiang Mai beauftragt König Mekut’i flieht nach Vientiane. So erobern die Burmesen Vientiane, wo Mekut’i gefangen genommen wird, jedoch nicht der flüchtige Sett’at’irat. Im Oktober 1565 kehrt das burmesische Heer nach Burma zurück.
Prinzessin Phra Nang Visuti [1], Tochter von König Phraya Ket, wird als Regentin von Chiang Mai eingesetzt. Eine burmesische Garnison bleibt in Chiang Mai.[1]

1578
– Prinzessin Phra Nang Visuti stirbt. Ihr Nachfolger wird Tarrawaddi Min, ein Sohn Bayinnaungs.

1578 – 1595
– König Nokeo Koumane von Luang Prabang erklärt Chiang Mai den Krieg. Tarrawaddi Min bittet König Naresuan von Ayudhaya um Hilfe. So wird Chiang Mai 1595 Vasallenstaat Ayudhayas.

Um diese vielleicht verwirrende Darstellung kurz zu fassen: König Sett’at’irat, ehemals aus Chiang Mai vertrieben, zieht 1559 nach Chiang Saen, wo er sich neun Monate lang mit seinem Heer halten kann.

Nach dieser Übersicht möchte ich zur Entstehung der hier angesprochenen Silberbarren einige Anmerkungen machen:
Ich halte es für sehr fraglich, ob die längliche Form der Barren entsteht, um sie den laotischen Zahlungsmitteln, den Tigerzungen, anzugleichen. König Sett’at’irat bleibt nur für zwei Jahre in Chiang Mai. In dieser Zeit mag sein Vater in Luang Prabang Gedanken oder gar Pläne zur Vereinigung der beiden Reiche gehabt haben, allerdings konnten beide Könige durch die folgenden Ereignisse wohl kaum Einfluss auf das Wirtschaftsleben Lannas nehmen. Noch wichtiger ist wohl der Hinweis, dass die Herstellung von Geldstücken ja nicht zentral betrieben, sondern von den einzelnen Städten übernommen wurde. Bedenkt man die nun in Frage stehende Zeitspanne von der Thronbesteigung Sett’at’irats (1546/47) bis zu der Zeit, da der Einfluss Ayudhahays beginnt (1595), so haben wir immerhin etwa 50 Jahre, in denen diese Barren den Handel in ganz Lanna versorgt haben sollen. Dafür er- scheint mir die Anzahl der erhaltenen Exemplare zu gering, selbst wenn man das Einschmelzen in den darauf folgenden Zeiten berücksichtigt, und es muss nun überlegt werden, warum nur Stücke mit der Inschrift von Chiang Saen gefertigt wurden.
Betrachten wir die Barren genau, so stellen wir fest, dass die erste Gruppe aus relativ roh gefertigten Stücken besteht. Handwerkliches Geschick scheint also keine große Rolle gespielt zu haben, sondern allein das Abwiegen einer bestimmten Menge von Metall, dessen Silbergehalt dem der gebogenen Ka-K’im entspricht.
Die Stücke der zweiten Gruppe erfordern zwar durch den Guss mehr handwerklichen Aufwand, allerdings werden die Kosten dafür durch den ver minderten Feingehalt des Silbers mehr als ausgeglichen, zumal Arbeitskraft preiswert war.
1559 vereinigt König Sett’at’irat von Luang Prabang sein Heer mit jenen einiger Stammesfürsten der Shan- Staaten, um über Chiang Saen, wo er neun Monate bleibt, nach Chiang Mai zu ziehen. Die Münzwerkstätte von Chieng Saen ist also in seinem Machtbereich. Dort kann er zur Versorgung seiner Soldaten – möglicherweise seiner Verbündeten in den Shan-Staaten – Geld (aus erbeutetem Silber?) herstellen lassen, wobei allerdings Eile geboten ist (Ich habe zu Anfang erwähnt, dass der vermutliche Fundort von Ban Yang nordöst lich von Chiang Saen liegt und nicht weit davon entfernt ist.)
Sieht man genau hin: Die Schrift-Stempel der Barren haben die gleiche Umrissform wie auf den Ka-K’im. Sie ist leicht gebogen, um sich bei den Ka-K’im dem Verlauf der Schenkel anzupassen. Auf den rechteckigen Barren von Chiang Saen ergibt diese gebogene Form keinen Sinn, sodass wir davon ausgehen können, dass die schon vorhandenen Stempel der Ka- K’im gebraucht wurden, um eine Art Notgeld zu fertigen. Erst im Laufe der folgenden Zeit wurden gegossene Exemplare hergestellt, bei deren kleinen Stücken der Schriftstempel rechteckig ist. Dass bei ihnen das Silber etwas gestreckt wurde, liegt wohl in der Natur einer Kriegsfinanzierung.
Ein Saen-Barren, allerdings aus Kupfer oder Bronze, wurde 2018 von dem Auktionshaus Eur-Seree in Bangkok angeboten (45,24 Gramm, Länge 4,5 cm) (Tafel XXIX Abb.7).

PGS 41,2 (2020) Tafel 29 Abb. 7: Saen Barren aus Kupfer oder Bronze. Angebl.1200 - 1700 A.D. 45,2 g, 3 baht. (Aus Auktionskatalog Eur-Seree 2018:39, Lot Nr. 2018).

PGS 41,2 (2020) Tafel 29 Abb. 7: Saen Barren aus Kupfer oder Bronze. Angebl.1200 – 1700 A.D. 45,2 g, 3 baht. (Aus Auktionskatalog Eur-Seree 2018:39, Lot Nr. 2018).

Es ist das einzige mir bekannte Stück dieser Art.
In Anbetracht der nicht eindeutigen Datenlage schien es interessant, Untersuchungen über die Materialbeschaffenheit einiger Saen Barren vornehmen zu lassen.[2] Die Metallanalysen führten die PAZ Laboratorien für Archäometrie in Bad Kreuznach durch.

Für die Untersuchung standen die folgenden vier gegossenen Saen Barren (Tafel XXVII Abb. 1) zur Verfügung:
1) M.S.-groß: 4 baht 59,95 g
2) M.S.- klein: 1 baht 15,16 g
3) D.1808: ½ baht 7,28 g
4) D.1807: ½ bath 7,12 g
Die kleinen Barren D.1807 und D.1807 stammen aus der Sammlung von L. Gardener.
Zur Feststellung der Metallzusammensetzung wurde in den PAZ Laboratorien für Archäometrie eine zerstörungsfreie Oberflächenuntersuchung an mehreren Stellen der Barren mit einer portablen Röntgenfluoreszenzanalyse (p-RFA) durchgeführt. Mit dieser Untersuchungstechnik kann die Zusammensetzung der einzelnen Legierungskomponenten aber nur in der Objektoberfläche bestimmt werden. Aus konservatorischen Gründen wurde auf eine mechanische Materialentnahme verzichtet. Die Analysenergebnisse sind auf Tafel XXX zusammengefasst.

PGS 41,2 (2020) Tafel 30: Tabelle der Metallanalysen der vier Saen-Silberbarren (LOD = unter der Messgrenze). (PAZ Laboratorien für Archaeometrie).

PGS 41,2 (2020) Tafel 30: Tabelle der Metallanalysen der vier Saen-Silberbarren (LOD = unter der Messgrenze). (PAZ Laboratorien für Archaeometrie).

Die Ergebnisse sind nicht einheitlich. Bei den Barren zu 4 und 1 baht ist der Kupferanteil nahezu doppelt so wie der Silberanteil. Auch bei dem ½ baht Barren (D 1807) überwiegt der Kupferanteil den Silberanteil aber nicht so eklatant wie bei den beiden größeren Barren. Dagegen ist der Silberanteil bei dem ½ baht Barren (D 1808) fast doppelt so hoch wie der Kupferanteil. Die beiden kleinen ½ baht Barren weisen einen deutlich höheren Bleianteil auf als die beiden 4 bzw. 1 baht Barren. Die sogenannten „modernen“ Metalle Aluminium, Cadmium und Chrom wurden nicht nachgewiesen, was gegen Fantasie-Nachbildung der letzten 150 Jahre sprechen würde. Das schließt aber nicht aus, dass ältere Buntmetallreste einfach umgegossen wurden. Methodenbedingt bleibt auch das Innere der Barren derzeit unbekannt, denn die Barreneigentümer konnten sich nicht für die dazu notwendige Materialentnahme aus dem Barreninneren entscheiden, dennoch glaube ich der Bedeutung der Barren ein wenig näher gekommen zu sein.

[1] Die historischen Quellen gerade über diese Zeit sind sehr uneinheitlich. Hier folge ich dem Buch von Barlow (2000:18-19).

[2] Ich danke Herrn Prof. Dr. Rolf Denk für die Vermittlung der metallurgischen Analysen.


Literaturverzeichnis

    • AUKTIONSKATALOG EUR-SEREE COLLECTING CO. (2018): Auction 50, Lot No. 2018, p. 39. Bangkok.
    • BARLOW, Joel John (2000): Chiang Rai, Lanna. o.O.
    • GARDENER, Louis (supplied by Paul DILLINGHAM) (1978): Chieng Sen Silver Bars. Journal of the International Primitive, Odd and Curious Money Club (Orange) 3/2 pp. 4-5.
    • KRISADAOLARN, Ronachai and MIHAILOVS, Vasilijs (2012): Siamese coins from Funan to the fifth reign. Bangkok.
    • KRISADAOLARN, Ronachai (2016): The Evolution of Thai Money: From its Origins in Ancient Kingdoms, Bangkok.
    • MITCHINER, Michael (1979): Oriental coins and their values. Vol. III. Non-Islamic States & Western Colonies. A.D. 600-1979. London.
    • OPITZ, Charles J. (2000): An ethnographic study of traditional money. Ocala.
    • OPITZ, Charles J. (1991, 2nd ed.): Odd & curious Money. Descriptions and values. Ocala.
    • VIRAVONG, Maha Silva (1964): History of Laos. New York.
    • WEBER-BROSAMER, Bernhard (1993): Sammlung Köhler-Osbar. Bd. II/2. Vormünzliche Zahlungsmittel und Außergewöhnliche Geldformen aus Südostasien, Afrika und anderen Teilen der Welt. Duisburg.
    • WOOD, William Alfred Rae (1924): A History of Siam: from the earliest times to the year A.D. 1781. Bangkok/Chiang Mai.

Die Gewichtsgeldwirtschaft der Wikingerzeit

Verpflichtende Zitierweise. Obligatory citation. Citation obligatoire. Citazione obbligatoria. Citacion obligatoria. Citação obrigatoria. Verplichte aanhaling. obowiazkowy cytat: Klusmeier, Fritz (2020): Die Gewichtsgeldwirtschaft der Wikingerzeit. Primitivgeldsammler 41/1, pp.3-8.

Die Gewichtsgeldwirtschaft der Wikingerzeit

Fritz Klusmeier

Am 16. 7. 1999 wurden im Nordosten der schwedischen Insel Gotland drei Horte entdeckt, die nahe beieinander 20 bis 30 cm unter der Erdoberfläche lagen, „beneath the boarded floor of a Viking-age building“. (Oestergren S.326) Zwei der Horte enthielten Silbersachen, sie gehörten augenscheinlich zusammen, der dritte bestand aus Bronzeschrott (er ist nicht Gegenstand dieser Untersuchung).

Die beiden Silberschätze wogen zusammen 67 kg (27kg + 40 kg), sie sind damit die größten bekannten Silberschätze der Wikingerzeit. Oestergren beschreibt ihren Inhalt: „The silver artefacts range from the simplest raw material by way of coins, silver bars and spiral rings to finished products, such as finger-rings, bracelets and arm-rings. Every object can be regarded as currency, valued according to weight and silver content. Much of the material had been bundled together to form equal units of weight, corresponding with the Viking-age weight system in which one mark was equal to 200 g. […] Together the hoards comprise just over 14300 coins (ca. 17 kg), both complete and fragmented, and almost without exception Islamic. In addition, there are 486 arm-rings and bracelets, 25 finger-rings, c. 80 bars and a large quantity of spiral rings and other cut silver.” (S. 326 – Tafel I Abb.1a und b)

PGS 41,1 (2020) Tafel 1 Abb. 1a: Gotland Museum: Spillings-Silberhort 1.

PGS 41,1 (2020) Tafel 1 Abb. 1a: Gotland Museum: Spillings-Silberhort 1. (Foto W.carter. commons.wikimedia.org).

PGS 41,1 (2020) Tafel 1 Abb.1b: Gotland Museum: Spillings-Silberhort 2.

PGS 41,1 (2020) Tafel 1 Abb.1b: Gotland Museum: Spillings-Silberhort 2. (Foto W.carter. commons.wikimedia.org).

Abgesehen von wenigen Holzresten wurden keine Überbleibsel von Schatzbehältnissen gefunden; der kleinere Teilschatz war augenscheinlich in einem Sack vergraben worden, der vorher Salz enthalten hatte: So ist zu erklären, dass die Objekte z.T. korrodiert sind (Silberchlorid).
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Imun – ein altes Zeremonialgeld der nordwestlichen Salomonen

Verpflichtende Zitierweise. Obligatory citation. Citation obligatoire. Citazione obbligatoria. Citacion obligatoria. Citação obrigatoria. Verplichte aanhaling. obowiazkowy cytat: Reiter, Frank (2018): Imun – ein altes Zeremonialgeld der nordwestlichen Salomonen. Primitivgeldsammler 39/1, pp.5-8.

Imun – an old ceremonial money of the northwest Solomon Islands.

Imun – une ancienne monnaie cérémonielle de Îles Salomon.

Frank Reiter

Auf den nordwestlichen Inseln der Salomonen – Buka, Bougainville und Nissan – hat sich eine Geldform entwickelt, die sonst nirgends im pazifischen Raum zu finden ist.

PGS 39,1 (2018) Tafel 3: Karte Papua Neuguinea Buka, Bougainville Nissan

PGS 39,1 (2018) Tafel 3: Karte Papua Neuguinea Buka, Bougainville Nissan

Es handelt sich um ein altes Zahngeld, das in zwei Arten vorkommt, die sich lediglich durch die Art der Zähne unterscheiden, sonst aber völlig gleich sind. Eine Art besteht aus den spitzen oberen Eckzähnen des Flughundes (“flying fox”) der Gattung Pteropus[1], die andere aus den stumpfen, am Ende leicht gebogenen Tümmler- bzw. Delphinzähnen[2]

PGS 39,1 (2018) Tafel 3 Abb. 1a: imun mit Delphinzähnen, Abb. 1b: imun mit Pteropus Zähnen.

PGS 39,1 (2018) Tafel 3 Abb. 1a: imun mit Delphinzähnen, Abb. 1b: imun mit Pteropus Zähnen.

Blackwood (1935, Tafel 67) nennt beide Geldarten je nach Sprachgruppe auf Buka imun oder paio. Parkinson (1907 S.494) gibt an, dass im nördlichen Teil von Bougainville das Flughundzahngeld reki, das Delphinzahngeld baiu genannt wird.

Vor fast 40 Jahren erhielt ich ein vollständiges Exemplar des Flughundzahngeldes (Abb.2a) von Nahis Bohon, einem Einheimischen aus dem Dorf Gagan, (Solos-Sprachgruppe) auf Buka[3].

PGS 39,1 (2018) Tafel 4 Abb. 2a: imun mit Pteropus Zähnen.

PGS 39,1 (2018) Tafel 4 Abb. 2a: imun mit Pteropus Zähnen.

Es ist insgesamt 224 cm, der mit Zähnen besetzte Teil 216 cm lang. Bei diesem Geldstrang sind ca. 500 Flughundezähne einzeln im Abstand von 4 – 5 mm zwischen zwei Pflanzenfasern gedrehten Strängen eingefügt[4]. In den Zwischenräumen sind die beiden Faserstränge mit ganz dünner Pflanzenfaserschnur fortlaufend fest umwickelt, wobei auch die Zähne mit umschlungen sind, so dass sie festen Halt haben (Abb.4)

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BUCHBESPRECHUNG: Das Manillen-Geld Westafrikas

Denk, Rolf
The West African Manilla Currency
Research and Securing of Evidence from 1439-2019

Revised and extended edition of the 2017 German first issue.
289 Seiten, 47 Karten, 147 Abbildungen

tredition GmbH, Hamburg 2020
Hardcover: ISBN 978-3-347-01539-5

35,00 € direkt beim Tredition Verlag https://tredition.de/buchshop

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Der folgende Beitrag bezieht sich auf die inzwischen vergriffene 1. Auflage in deutscher Sprache:

 Das Manillen-Geld Westafrikas
Spurensuche und Spurensicherung 1439 – 2016

Die Geld-Manillen aus Portugal, England und Frankreich gehören zu den bekanntesten nichtmünzlichen Zahlungsmitteln Westafrikas.

„tacoais“ Manillen der Portugiesen

Manillen vom Typ „popo“ aus England oder auch auch Frankreich

Manillen vom Typ „Birmingham“ aus England

Arm-, Fuss- und Halsreife sind vermutlich die in Afrika am weitesten verbreiteten Schmuck-Objekte. Der Interessierte steht damit vor der Aufgabe, aus der Flut von metallischen Reifen und Ringen diejenigen zu bestimmen, die wirklich als nichtmünzliche Zahlungsmittel hergestellt und verwendet wurden – und damit als „Geld-Manillen“ bezeichnet werden können.
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Brauner Belag auf den Geldstücken von Lannatai

Verpflichtende Zitierweise. Obligatory citation. Citation obligatoire. Citazione obbligatoria. Citacion obligatoria. Citação obrigatoria. Verplichte aanhaling. obowiazkowy cytat: Menzel-Severing, Hans (2017): Brauner Belag auf den Geldstücken von Lannatei. Primitivgeldsammler 37/2, pp.33-35.

Brauner Belag auf den Geldstücken von Lannatei

Brown Covering on the Coins of Lannatai (English version follows below)

Hans Menzel-Severing

Auf den Unterseiten der Geldstücke von Nan (Abb.1a/b), der Toks von Chiengmai (Abb.2a/b), des „Flower-Money“, „Oyster-Shell-Money“ (Abb. 3a/3b), „Horse-Hoof-Money“ und „Pig-Mouth-Money“ ist ein bräunlicher Belag zu sehen, der einmal als verkrustetes Eigelb oder Hühnerblut beschrieben wurde. (Le May; Opitz) – In vielen Publikationen ist diese Erklärung übernommen und nicht immer bezweifelt worden. Krisadaolarn / Mihailovs vermuten: “We think that the coloring was achieved by applying gold leaf to the obverse after production“. (S.64) –

Abb. 1a Tok Nan Unterseite

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Kauris im Hochland von Papua, Indonesien (Ein Nachtrag)

 

Cowries in the highlands of Papua, Indonesia (Supplement)

Bernhard Rabus

 Mein gleichnamiger, vorausgehender Artikel vom 12.12.2016 (abgedruckt im Primitivgeldsammler 37, 2 (2016) stützte sich weitgehend auf die Buchtheorie und einige Bilder aus der online-Sammlung des Yale Peabody Museum for National History (von Pospisil bei seinem Feldaufenthalt 1955 gesammelt). Kauris mit abgeschlagenem Rücken hat wohl jeder von uns, aber wer besitzt schon welche mit der genauen Herkunft und aus der Zeit? Unser Klubmitglied Kurt Koschatzky hat mich mit der Mitteilung überrascht, dass er Stücke mit der Herkunftsangabe Enarotali besitze und zwar Kauris, eine Nassa-Katte und Glasperlen, alle auf alte gedrehte Schnur aufgezogen. Als er das Konvolut ersteigerte, bildete es ein wirres Knäuel, von dem er zunächst nicht wusste, welche Schätze es barg. Enarotali ist die Hauptstadt des Regierungsbezirks Paniai, in dem das Siedlungsgebiet der Kapauku, auch Ekari oder Ekagi genannt, liegt.

 

Ich durfte die Stücke bei Herrn Koschatzky sehen und freundlicherweise hat er mir Fotos davon zur Verfügung gestellt. Sie sind nachstehend kommentiert. Damit wird die Theorie mit der Praxis verbunden.

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Kauris im Hochland von Papua, Indonesien

Cowries in the highlands of Papua, Indonesia

Aus Heft 96: Primitivgeldsammler 37/2, 49-57 (2016); Bei korrekter Zitierweise ist die Übernahme von kleineren Textausschnitten ohne Rückfrage erlaubt.

Bernhard Rabus

Auf ihrem Zug durch die Welt hat die Kauri auch vor dem Hochland des westlichen Teils von Neuguinea, heute die indonesische Provinz Papua, nicht haltgemacht. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Monetaria moneta (früher Cypraea moneta), also die „Geld-Kauri“. Auch wenn sie in ihrer natürlichen Form gesammelt und gehandelt wurde, als indigene Geldform trat sie hier stets mit abgeschlagenem Rücken auf.

Abb. 1-1: Indonesien: Provinz Papua: Dorf Botukebo. Männer der Kapauku zahlen einen Brautpreis (aus Pospisil, 1962)

Abb. 1-1: Indonesien: Provinz Papua: Dorf Botukebo. Männer der Kapauku zahlen einen
Brautpreis (aus Pospisil, 1962)

Wenn auch Kauris von Norden her den Mamberano Fluss entlang eintrafen so wurde das  zentrale Hochland, das etwa 200.000 Dani bewohnen, im Wesentlichen aus zwei Richtungen mit Kauris versorgt: Von Südwesten her über die Ekari = Kapauku, Moni und Damal sowie von Südosten her über die Mandobo und Muyu.

Abb. 1-2: Hauptachse der Kauri-Zirkulation im Hochland der indonesischen Provinz Papua (aus A. M. und P. Pétreqin: Objets de pouvoir en Nouvelle Guinée, 2006, S. 159).

Abb. 1-2: Hauptachse der Kauri-Zirkulation im Hochland der indonesischen Provinz Papua
(aus A. M. und P. Pétreqin: Objets de pouvoir en Nouvelle Guinée, 2006, S. 159).

(Von mir gekennzeichnet sind die Stämme der Ekari/Kapauku, der Damal sowie der Muyu, bei denen Kauris eine echte Geldfunktion übernahmen. Konda Valley ist ergänzt. Hier forschte Denise O´Brien und dokumentierte den Gebrauch von Kauri-Bändern als Bestandteil des Brautpreises bei den Dani. Die Grafik endet rechts mit der Grenze zu Papua Neuguinea.)

Für die Kapauku/Ekari, die Damal und die Muyu ist der Gebrauch einzelner Kauris als Geld nachgewiesen, die Dani verwendeten sie wohl nur auf gewebte Bänder aufgenäht als Brautpreis.

A. Kauri-Bänder der Dani
Bei den Dani spielten die Kauris keine rein kommerzielle, sondern eher eine sozio-ökonomische Rolle. Auf Bänder zu je meist 60 Stück aufgenäht fanden sie bei Begräbnissen insofern Verwendung als die Teilnehmer damit dem Toten einen Tribut leisteten, hernach wurden sie wieder an die Gäste  verteilt (de Boer, 1986:98; Gardner und Heider, 1968:94-95). Weit wichtiger für  uns ist aber der Gebrauch dieser Bänder als „Brautpreis“. Diesen hat Denise O´Brien (1969) für die Dani im Konda Valley nach gründlicher Feldarbeit 1961 ausführlich dokumentiert. Die drei wesentlichen Bestandteile eines Brautpreises waren Schweine, Je-Steine, dort jao genannt, und Kauri-Bänder (S. 407). In den zahlreichen von ihr untersuchten Heiratsfällen betrug die durchschnittlich vom Bräutigam (eigentlicher Brautpreis) geleistete Anzahl der Kauri-Bänder 1930-1950 jeweils 7, zwischen 1950 und 1957 jeweils 14 und 1957-62 jeweils 17 (S. 432). Davor waren schon zur Verlobung Kauri-Bänder gegeben worden. Wer wieviel bezahlt und wer wieviel empfangen hat, listet O Brien auch an anderer Stelle tabellarisch auf (O´Brien 1969a:214 ff.) und weist dabei die große soziale Bedeutung dieser Zahlungen nach. Ploeg (1969:27 ff.) berichtet ausführlich über die Verwendung von Kauri-Bändern als Brautpreis bei den Wanggulam, einem Dani Stamm. Wie die Bänder aussehen zeigt:

Abb. 2: Der schwedische Naturforscher Sten Bergman verbrachte 1957 einige Monate bei den Dani in Kadubaka im Swart Valley = Konda Valley. Das ist identisch mit Karubaga, in dessen Nähe die Anthropologin Denise O´Brien (1969) in den Jahren 1961/63 insgesamt 18 Monate forschte Auch sie berichtet von Häuptling Tibalak und dass die Bewohner sich an Bergman erinnerten. (Bergman, Mein Vater, der Kannibale, 1961, Tafel 29)

Abb. 2: Der schwedische Naturforscher Sten Bergman verbrachte 1957 einige Monate bei
den Dani in Kadubaka im Swart Valley = Konda Valley. Das ist identisch mit Karubaga, in
dessen Nähe die Anthropologin Denise O´Brien (1969) in den Jahren 1961/63 insgesamt
18 Monate forschte Auch sie berichtet von Häuptling Tibalak und dass die Bewohner sich
an Bergman erinnerten. (Bergman, Mein Vater, der Kannibale, 1961, Tafel 29)

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Waren die südafrikanischen Perlen aus Straußeneierschalen (Buschmannperlen) Geld?

Were the South African ostrich eggshell beads (bushman beads) money?

Aus Heft 96: Primitivgeldsammler 37/1, 5-18(2016); Bei korrekter 
Zitierweiseist die Übernahme von kleineren Textausschnitten ohne 
Rückfrage erlaubt.

Fritz Klusmeier

Jede Untersuchung dieser Perlen hat mit der Erkenntnis zu beginnen, dass sie ein uraltes Phänomen sind. Seit der Steinzeit haben Menschen in vielen Teilen Afrikas solche Perlen hergestellt, und Archäologen haben sie aus der Erde geholt, und zwar in verschiedenen Stadien der Verarbeitung (Anm. 1).

Karte 1: Verbreitung der Straußenei Scheibchen in Afrika. O Fundorte (aus Krieger, !943 S.85)

Karte 1: Verbreitung der Straußenei Scheibchen in Afrika.
O Fundorte
(aus Krieger, !943 S.85)

 

Abb.1: Die Tasche einer Khoisan Frau (oben) mit Straußenei Schalen in verschiedenen Verarbeitungsstadien (Mitte) und Werkzeugen zur Bearbeitung der Scheibchen (unten). (von L. Fourie um 1920 gesammelt; Museum Afrika in Johannesburg, aus M. Vanhaeren, 2005 S.536

Abb.1: Die Tasche einer Khoisan Frau (oben) mit Straußenei Schalen in verschiedenen Verarbeitungsstadien (Mitte) und Werkzeugen zur Bearbeitung der Scheibchen (unten).
(von L. Fourie um 1920 gesammelt; Museum Afrika in Johannesburg, aus M. Vanhaeren, 2005 S.536

Unter der Fragestellung der Überschrift sind diese vorgeschichtlichen Funde aber nicht relevant, da naturgemäß einschlägige Quellenbelege nicht vorliegen.

In neuerer Zeit wurden und werden diese Perlen weiterhin in Ost- und Südafrika hergestellt und verwendet. Ich beschränke meine Untersuchung auf Südafrika, da mir bezüglich Ostafrika keine für die Fragestellung relevanten Belege zur Verfügung stehen.

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Provenienz- bzw. Herkunfts- Forschung

Wer war wohl der frühere Besitzer?
Diese Frage beschäftigt Sammler immer wieder.

Die Pacific Arts Association  publiziert in einem laufenden Projekt Konkordanz-Listen zur Provenienz-Forschung. Dort werden Markierungen oder Beschriftungen an  Objekten aus Ozeanien bekannten Sammlungen oder Sammlern zugeordnet.

Auf http://www.pacificarts.org/node/791 finden sich entsprechende Hinweise und Konkordanzlisten zum Download.