Ausstellung 29.11.2014 – 31.01.2015 im museum der völker, Schwaz
Der überaus reiche Veranstaltungskalender des Museums bietet Interessantes für Jedermann: –> Veranstaltungen museum der völker
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Krisadaolarn, Ronachai und Vasilijs Mihailovs
Bangkok 2012, 271 Seiten + CD
Diesem Buch über die siamesische Geldgeschichte eilt ein guter Ruf voraus; deswegen ist es angebracht, es in unserer Zeitschrift vorzustellen, es enthält nämlich viele Informationen in Text und Bild über die bekannten eigenwilligen Geldformen Thailands.
Die Autoren haben dem Buch in der Einleitung (SS. 10-14) einen knappen Überblick über die Geschichte Thailands vorausgeschickt, und sie haben in den Kapiteln 1 bis 3 (SS. 15-32) generelle Gegebenheiten von Thailands Geldsystem und Geldgeschichte angesprochen (Gewichtsstandards, Geldformen, Herstellungstechnik, Emblematik, Legenden).
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Shell, Marc: Wampum and the origins of American Money.
New York, 2013
Library of Congress Control Number: 2013944186
138 Seiten, 8 Farbtafeln, 101 sw Abbildungen. Die meisten Abbildungen beziehen sich auf Geld und Gelddokumente, die kleinere Anzahl auf wampum.
Ich habe das Buch über ABboocks für 30 US$ (etwa 25,– €) erworben.
Auszüge:
Aus Heft 92: Primitivgeldsammler 35/2, 86-90 (2014); Bei korrekter Zitierweise ist die Übernahme von kleineren Textausschnitten ohne Rückfrage erlaubt.
Frank Reiter
Der Pottwal (Physeter macrocephalus) ist mit etwa 20 m Länge (männliche Tiere, weibliche sind etwas kleiner) und mehr als 50 Tonnen Gewicht der größte Zahnwal der Erde. Nur der Unterkiefer besitzt rund 50 konische Zähne, die bis 30 cm Länge und ein Gewicht von über 1 kg erreichen können. Die Zähne des Oberkiefers sind normalerweise im Zahnfleisch verborgen und somit unsichtbar.
Pottwale kommen in allen Ozeanen vor, hauptsächlich in den Tropen und Subtropen. Besonders in Ozeanien waren sie häufig zu finden. Die Bewohner der Inselgebiete Ozeaniens waren jedoch nicht in der Lage, diese riesigen Tiere zu erbeuten. Nur tote gestrandete Pottwale lieferten ihnen ursprünglich die begehrten Zähne.
Durch den Kontakt mit Walfängern im 19. Jahrhundert gelangten vermehrt Walzähne in den Besitz der Eingeborenen. Nach der Blütezeit des Pottwalfangs zwischen 1840 und 1870 hörte für sie die Zufuhr von Pottwalzähnen auf, die sich “ übrigens nur da zu einem Tauschmittel entwickelten, wo die Eingeborenen das Material bereits vorher kannten und schätzten. So vermochte auch der Verkehr mit Walfängern im Bismarck Archipel (Blanche-Bai, Port Hunter) Spermwalzähne nicht einzuführen. Ebenso wenig auf Kuseie und Ponape, beide in den 50er Jahren beliebte Walfängerstationen“ (Finsch, O. : Südseearbeiten. Hamburg 1914, S. 206f).
Aus diesem sehr harten Zahnmaterial fertigten die Polynesier von Hawaii, Tonga, Fidschi, den Marquesas- und Austral-Inseln Schmuckstücke von beeindruckender Perfektion und Schönheit. Vor allem in der Kultur der Fidschi-Inseln besaßen Pottwalzähne eine geradezu magische Bedeutung. Sie wurden Häuptlingen zum Zeichen der Ehrerbietung überreicht und mit ihnen konnten Kriegsbündnisse und Friedensschlüsse besiegelt werden. Auch in Mikronesien (z.B. in Kiribati, auf Yap und Nauru) waren Pottwalzähne sehr begehrt. Wie bereits erwähnt, spielten sie dagegen in den meisten Inselgebieten Melanesiens keine Rolle. Auf den Santa Cruz-Inseln wurde gelegentlich ein Walzahn als magische Beigabe zum Federgeld verwendet ( Reiter, 2011).

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09. bis 11. Mai 2014
Zusammenfassung:
Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg
16.3.2014 – 14.9. 2014
Das Museum teilt dazu mit:
Die Ausstellung wird im Rahmen der 35. Duisburger Akzente „Geld oder Leben“ (07. – 23. März 2014) gezeigt. Die Frage „Geld oder Leben?“ des diesjährigen Duisburger Kulturfestivals führt uns unmittelbar zur „Be-Wertung“ von Dingen. Jeder würde spontan sagen, daß Gold einen hohen Wert hat, aber bei Geld wären wir uns, je nach Währung, schon weniger sicher. Und läßt sich ein Wert immer nur in Geld ausdrücken – oder gibt es da ganz andere Kriterien?
Dazu mehr im Flyer des Museums -> Flyer_Werte im Widerstreit_2014
Aus Heft 91: Primitivgeldsammler 35/1, 23-24 (2014); Bei korrekter Zitierweise ist die Übernahme von kleineren Textausschnitten ohne Rückfrage erlaubt.
koiyu – medium of exchange or only adornment?
koiyu – moyen d’échange ou seulement bijoux?
Bernhard Rabus
ZUSAMMENFASSUNG
Im folgenden Beitrag geht es um Schmuckstücke von Papua Neuguinea.
Die sogenannten koiyu wurden im Gebiet der RORO bis hinauf nach Kerema gefunden.
Frau Quiggin bildet in ihrem Buch „A Survey of Primitive Money“ (1949/1978) auf der Farbtafel zwischen den Seiten 184 und 185 ein „Turtleshell chest pendant, New Guinea“ ab und rechnet dieses zur großen Gruppe der „valued objects used in Prestige-giving and exchanges, in „bride-price“ or in ordinary trading“ (S. 179). Als Quelle für diese Aussage nennt sie Seligmann, 1910.
Diese koiyu oder auch koio genannten Schmuckstücke ähneln in Art und Aufbau den kapkaps Neubritanniens und der Salomonen. Das scherenschnittartige Schildpatt ist jedoch nicht auf Tridacnascheiben montiert sondern auf Schalenstücke der Faltenschneckengattung Melo. Diese Schalen kennen wir aus dem Hochland von Papua Neuguinea als „bailer shell“. Sie sind nicht völlig flach sondern mehr oder weniger gewölbt. Hergestellt wurden koiyu nach Seligmann (1910:208) von den Roro an der Südostküste von Papua Neuguinea. Sie sind Nachbarn der Mekeo.
– Wilfried Glar – Die materialisierte Kultur der Oromo – Eschweiler – 2014 –
Ein umfassender Überblick
91 Gruppen mit ca. 650 Objekten in Farbabbildung.
104 Seiten
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Literaturnachweise
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